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Zwischenprüfung Büromanagement 2026: Teil 1, Themen und wie ich 88 von 100 erreicht habe

Auszubildende am Schreibtisch mit Laptop bei der Prüfungsvorbereitung
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash
Teil 1
heißt Informationstechnisches Büromanagement, ersetzt die alte Zwischenprüfung
120 Min.
Prüfungszeit, computergestützt (§ 9 BüroMKfAusbV)
25 %
Gewicht im Endergebnis (§ 15 BüroMKfAusbV)
88/100
mein eigenes Ergebnis in Teil 1
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine klassische Zwischenprüfung gibt es bei Kauffrau für Büromanagement seit 2014 nicht mehr. Sie heißt jetzt Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung und trägt den Namen Informationstechnisches Büromanagement.
  • Teil 1 ist computergestützt, dauert 120 Minuten und du arbeitest mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Der Stoff umfasst die ersten 15 Monate der Ausbildung.
  • Wichtig: anders als die alte Zwischenprüfung zählt Teil 1 mit 25 Prozent ins Endergebnis. Du kannst ihn nicht einfach abschreiben.
  • Was in der Praxis kommt: Kalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung, Break-even, Abschreibung, Gehaltsabrechnung, dazu Word und Excel. Wie ich auf 88 von 100 kam, steht weiter unten.

Gibt es bei Büromanagement noch eine Zwischenprüfung?

Nein, nicht im alten Sinn. Seit der Ausbildungsverordnung von 2014 gibt es bei Kauffrau und Kaufmann für Büromanagement eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen. Was früher die Zwischenprüfung war, ist heute Teil 1 und heißt offiziell Informationstechnisches Büromanagement. Der entscheidende Unterschied: dieser Teil 1 zählt mit 25 Prozent direkt ins Endergebnis.

Du kannst ihn also nicht als „nur Übung" abtun. Geprüft wird laut Verordnung im vierten Ausbildungshalbjahr, also rund um die Mitte deiner dreijährigen Ausbildung. Bei mir war das nach etwa eineinhalb Jahren in meinem Ausbildungsbetrieb, einem Handelsunternehmen mit Onlineshop. Wenn du gerade erst startest und den ganzen Weg überblicken willst: Ausbildung in Deutschland für Ausländer.

Was ist Teil 1: Informationstechnisches Büromanagement

Teil 1 ist eine computergestützte Prüfung von 120 Minuten. Du sitzt am PC und arbeitest mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen, also in der Praxis Word und Excel. Du sollst recherchieren, dokumentieren und kalkulieren. Der Prüfstoff umfasst die ersten 15 Monate deiner Ausbildung (§ 8 und § 9 BüroMKfAusbV 2025).

Wichtig: zwei gültige Verordnungen Seit dem 01.08.2025 gilt eine neue Ausbildungsverordnung. Wer vor diesem Datum begonnen hat, prüft noch nach der Verordnung von 2014, wer danach startet, nach der von 2025. Inhaltlich sind Struktur, Dauer und Gewichtung identisch geblieben: nur die Paragraphennummern haben sich geändert. Geschäftsbriefe nach DIN 5008 und konkrete Excel-Formeln stehen nicht wörtlich in der Verordnung, sie ergeben sich aus dem Ausbildungsrahmenplan und der Prüfungspraxis der IHK.

Wie viel Teil 1 für die Endnote zählt

Teil 1 zählt mit 25 Prozent ins Gesamtergebnis. Das ist der Punkt, den viele unterschätzen. Du musst Teil 1 nicht separat bestehen, aber sein Ergebnis fließt direkt in die Endnote ein. Wer hier schwach abschneidet, muss in Teil 2 deutlich mehr aufholen. So verteilen sich die vier Prüfungsbereiche:

PrüfungsbereichTeilFormGewicht
Informationstechnisches Büromanagement1schriftlich am PC, 120 Min.25 %
Kundenbeziehungsprozesse2schriftlich30 %
Fachaufgabe in der Wahlqualifikation2mündlich, Fachgespräch 20 Min.35 %
Wirtschafts- und Sozialkunde2schriftlich10 %

Quelle für alle vier Werte: § 15 BüroMKfAusbV 2025 (in der Verordnung von 2014 war es § 8). Die Gewichtung ist in beiden Fassungen gleich.

Welche Themen wirklich kommen

Junge Frau lernt am Schreibtisch mit Büchern und Notizen
Foto: Vitaly Gariev / Unsplash

Der größte Brocken ist das kaufmännische Rechnen. Die Verordnung nennt nur Recherchieren, Dokumentieren und Kalkulieren, aber in der Praxis und in den IHK-Übungssätzen tauchen immer dieselben Rechen-Themen auf. Hier die Liste, die mir in der Vorbereitung als Orientierung gedient hat, was du wirklich lernen solltest:

  • Kalkulation: Handelskalkulation und Differenzkalkulation (vom Einkaufspreis zum Verkaufspreis und zurück).
  • Kosten- und Leistungsrechnung (KLR): Kostenarten, Kostenstellen, Zuschlagssätze.
  • Break-even und Deckungsbeitrag: Gewinnschwelle (BEP) berechnen, Deckungsbeitrag pro Stück.
  • Abschreibung (AfA): lineare Abschreibung, Restbuchwert.
  • Optimale Bestellmenge und einfache Bestell- und Lagerkennzahlen.
  • Gehaltsabrechnung und Grundzüge der Personalrechnung.
  • Umsatz- und Vertriebsstatistik: Auswertungen in Tabellen, Prozent- und Veränderungsrechnung.
  • Informationsverarbeitung: Geschäftsbrief und E-Mail nach DIN 5008, Word-Formatierung, Excel-Formeln, plus Gesetzesauszüge wie BBiG, ArbZG, BUrlG, JArbSchG, AGG und Datenschutz nach DSGVO.

Konkrete Aufgabentexte gebe ich hier bewusst nicht weiter: die Übungssätze sind urheberrechtlich der IHK. Aber diese Themenliste deckt das ab, was bei mir in den Trainings dran war.

Wie ich mich vorbereitet habe (88 von 100)

Drei Dinge haben den Unterschied gemacht, und keins davon war reines Theorie-Lesen. Ich habe das Rechnen unter Zeitdruck geübt, die Bürosoftware blind bedient und die häufigen Geschäftsbrief-Formate so oft getippt, dass sie im Schlaf sitzen. Genau dafür ist Teil 1 gemacht.

Aus eigener Erfahrung Ich habe Teil 1 mit 88 von 100 Punkten bestanden. Vorbereitet habe ich mich so: alte Prüfungen und Klassenarbeiten im Rechnungswesen immer wieder durchgerechnet, Geschäftsbriefe nach DIN 5008 in Word getippt, bis das Layout saß, und Excel-Formeln so lange trainiert, bis ich sie ohne Nachdenken eingab. Der wichtigste Hebel war das Rechnen mit Stoppuhr. In der echten Prüfung kostet jede Sekunde, in der du überlegst „wie ging das nochmal", am Ende Punkte. Theorie lesen reicht nicht, du musst es mit den Händen können.

Was danach kommt: Teil 2

Teil 2 findet am Ende der Ausbildung statt und besteht aus drei Prüfungsbereichen. Schriftlich sind Kundenbeziehungsprozesse (30 Prozent) und Wirtschafts- und Sozialkunde (10 Prozent). Dazu kommt die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation (35 Prozent), ein mündliches, fallbezogenes Fachgespräch von 20 Minuten. Zusammen mit Teil 1 ergibt das die 100 Prozent deiner Endnote (§ 11 bis § 15 BüroMKfAusbV 2025).

FAQ

Gibt es bei Büromanagement noch eine klassische Zwischenprüfung?

Nein. Seit 2014 gibt es eine gestreckte Abschlussprüfung in zwei Teilen. Teil 1 ersetzt die alte Zwischenprüfung, zählt aber mit 25 Prozent ins Endergebnis (§ 15 BüroMKfAusbV 2025).

Wie lange dauert Teil 1 und ist es am Computer?

Ja, Teil 1 ist computergestützt und dauert 120 Minuten. Du arbeitest mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen, also Word und Excel (§ 9 BüroMKfAusbV 2025).

Muss ich Teil 1 separat bestehen?

Nein, Teil 1 hat keine eigene Bestehensschwelle. Sein Ergebnis fließt aber mit 25 Prozent direkt ins Gesamtergebnis ein. Ein schwacher Teil 1 belastet also deine Endnote.

Welche Rechenarten sollte ich auf jeden Fall können?

Handelskalkulation und Differenzkalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung, Break-even und Deckungsbeitrag, Abschreibung, optimale Bestellmenge und Gehaltsabrechnung. Übe sie unter Zeitdruck, nicht nur als Theorie.

Wie viel zählt die Mitte der Ausbildung für die Endnote?

Teil 1 zählt 25 Prozent. Teil 2 am Ende verteilt sich auf Kundenbeziehungsprozesse (30 Prozent), Fachaufgabe in der Wahlqualifikation (35 Prozent) und Wirtschafts- und Sozialkunde (10 Prozent).

Quellen

Zuletzt geprüft: 21.06.2026. Dieser Artikel ist sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine verbindliche Auskunft deiner zuständigen IHK.

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