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Kfz-Mechatroniker: Ausbildung und Gehalt für Ausländer 2026

Kfz-Mechatroniker bei der Arbeit an einem Fahrzeugmotor in einer Werkstatt
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1.090 €
Tarifliche Vergütung im 1. Lehrjahr, Kfz-Handwerk, Durchschnitt Deutschland (BIBB, Stand 1.10.2025)
3,5 Jahre
Regelausbildungszeit (42 Monate), Verkürzung auf gemeinsamen Antrag bei der Kammer
3.755 €
Median brutto für Kfz-Fachkräfte in Vollzeit (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit)
§24 reicht
Der Aufenthaltstitel erlaubt die Ausbildung ohne Extra-Genehmigung
Das Wichtigste in Kürze
  • Tariflich zahlt das Kfz-Handwerk im Schnitt 1.090 Euro im 1. Lehrjahr und 1.285 Euro im 4. Lehrjahr, die Industrie mehr (BIBB, Stand 1.10.2025). Ein Betrieb ohne Tarifvertrag darf die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nicht unterschreiten: bei Beginn 2026 sind das 724 Euro im 1. Jahr.
  • Nach dem Abschluss liegt der Median für Kfz-Fachkräfte bei 3.114 Euro brutto unter 25 Jahren und bei 3.755 Euro über alle Altersgruppen (Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit).
  • Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Verkürzen kann die Kammer auf gemeinsamen Antrag von Azubi und Betrieb. Einen bestimmten Schulabschluss schreibt das Gesetz nicht vor.
  • Mit §24-Status ist die Ausbildung ohne zusätzliche Genehmigung möglich. Ohne §24 braucht man eine Aufenthaltserlaubnis nach §16a AufenthG. Nach dem Abschluss führt §18a mit passendem Job zum Aufenthalt als Fachkraft.

Im Kfz-Handwerk liegt die tarifliche Vergütung im ersten Ausbildungsjahr im Schnitt bei 1.090 Euro brutto (BIBB, Stand 1.10.2025). Nach dem Abschluss verdienen Kfz-Fachkräfte laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Median 3.755 Euro brutto im Monat. Wie sich Vergütung, Voraussetzungen und Aufenthaltsfragen zusammensetzen, zeigt dieser Artikel Schritt für Schritt.

Ausbildungsvergütung nach Lehrjahr: Tarif und gesetzliches Minimum

Die Höhe hängt davon ab, ob der Betrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, und vom Bundesland. Das BIBB wertet die Tarifverträge jedes Jahr zum 1. Oktober aus. Durchschnittliche tarifliche Vergütung für Kfz-Mechatroniker, brutto pro Monat, Stand 1.10.2025:

LehrjahrHandwerkIndustrie und Handel
1. Lehrjahr1.090 €1.202 €
2. Lehrjahr1.148 €1.276 €
3. Lehrjahr1.222 €1.384 €
4. Lehrjahr (letztes halbes Jahr)1.285 €1.463 €

Im Handwerk liegt der Tarif im 1. Lehrjahr in Westdeutschland bei 1.092 Euro, in Ostdeutschland bei 1.058 Euro.

Gesetzliches Minimum Ein Betrieb ohne Tarifvertrag darf die Mindestausbildungsvergütung nach §17 Abs. 2 BBiG nicht unterschreiten. Bei Ausbildungsbeginn 2026 sind das 724 € im 1., 854 € im 2., 977 € im 3. und 1.014 € im 4. Jahr. Den Tarif seiner Branche darf er in der Regel um höchstens 20 Prozent unterschreiten (§17 Abs. 4 BBiG). Unter dem gesetzlichen Minimum darf nur ein tarifgebundener Betrieb liegen, wenn sein Tarifvertrag das so regelt (§17 Abs. 3 BBiG).
Netto ist individuell Das Netto ergibt sich aus der individuellen Steuerklasse und den Sozialversicherungsbeiträgen. Den genauen Betrag kannst du mit dem Azubi-Gehalt-Rechner auf dieser Seite nachrechnen. Wie viel insgesamt übrig bleibt, erklärt der Artikel Ausbildungsgehalt 2026: wie viel bleibt wirklich übrig.

Gehalt nach der Ausbildung: was du erwarten kannst

Mit dem Abschluss im Handwerk trägst du den Titel Kfz-Mechatroniker-Geselle und kannst in einer Werkstatt, bei einem Vertragshändler oder in einem Industriebetrieb einsteigen. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nennt für Fachkräfte der Kraftfahrzeugtechnik in Vollzeit einen Median von 3.114 Euro brutto bei unter 25-Jährigen und 3.755 Euro über alle Altersgruppen.

Die Branche macht einen Unterschied: im Handel, zu dem Autohäuser und Kfz-Werkstätten gehören, liegt der Median bei 3.466 Euro, im produzierenden Gewerbe bei 4.945 Euro. Auf Spezialistenniveau, etwa mit Meister- oder Technikerabschluss, sind es 4.611 Euro. Ob ein Betrieb nach Tarif zahlt, fragst du am besten schon im Vorstellungsgespräch.

Wie lange dauert die Ausbildung und was wird vorausgesetzt

Die Regelausbildungszeit beträgt 3,5 Jahre (42 Monate). Verkürzen kann sie die zuständige Kammer auf gemeinsamen Antrag von Azubi und Betrieb, wenn das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit zu erwarten ist: im Handwerk die Handwerkskammer (§27c HwO), in der Industrie die IHK (§8 BBiG).

Voraussetzungen für die Bewerbung:

  • Schulabschluss: rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Von den Ausbildungsanfängern 2024 hatten 35 Prozent einen Hauptschulabschluss und 50 Prozent einen mittleren Abschluss (BERUFENET).
  • Schulfächer: Mathe, Physik und Werken/Technik sind laut BERUFENET gute Voraussetzungen, zum Beispiel für Berechnungen am Motor und Arbeiten an Hochvoltkomponenten.
  • Deutsch: für die Ausbildung selbst schreibt das Gesetz kein Niveau vor. Für eine Aufenthaltserlaubnis nach §16a wird in der Regel B1 verlangt (§16a Abs. 3 AufenthG).
  • Alter: das Berufsbildungsgesetz kennt keine Altersgrenze.
  • Führerschein: gesetzlich keine Voraussetzung; ob der Betrieb ihn erwartet, steht in der Stellenanzeige. Spezielle Zertifikate sind vor dem Start nicht nötig.

Kann man ohne Vorkenntnisse einsteigen: Quereinsteiger

Ja. Eine Ausbildung ist genau dafür gedacht, ein Handwerk von Grund auf zu erlernen. Schulabgänger, frühere Verkäufer, Bauarbeiter oder Menschen aus völlig anderen Berufsfeldern werden aufgenommen. Einschlägige Erfahrung ist nicht erforderlich.

Wer noch keinen Ausbildungsplatz findet, kann zunächst eine Einstiegsqualifizierung (EQ) machen: ein betriebliches Langzeitpraktikum über 4 bis 12 Monate. Die Arbeitsagentur fördert die Vergütung mit bis zu 276 Euro im Monat (§54a SGB III), manche Betriebe zahlen mehr. Ziel der EQ ist, danach einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Ausbildung mit B1 beginnen Wie weit du mit B1 kommst und welche Berufe damit offen sind, zeigt der Artikel Ausbildung mit B1: welche Berufe dich wirklich nehmen.

Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker als Ausländer

Mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG (vorübergehender Schutz, z. B. für Geflüchtete aus der Ukraine) kannst du die Ausbildung ohne zusätzliche Genehmigung beginnen: Ein Aufenthaltstitel berechtigt zur Erwerbstätigkeit, solange kein Gesetz sie verbietet (§4a Abs. 1 AufenthG), und die Ausbildung gehört dazu.

Wer keinen §24-Status hat, braucht für die betriebliche Ausbildung eine Aufenthaltserlaubnis nach §16a AufenthG, aus dem Ausland mit einem D-Visum. In der Regel muss die Bundesagentur für Arbeit zustimmen. §16a wird häufig mit §16b verwechselt, der für das Studium gilt. Das sind zwei verschiedene Regelungen.

AufenthaltsstatusAusbildung möglich?Das Wichtigste
§24 AufenthG (vorübergehender Schutz, z. B. Ukrainer)Ja, ohne Extra-GenehmigungDer Aufenthaltstitel erlaubt die Erwerbstätigkeit (§4a Abs. 1 AufenthG), die Ausbildung gehört dazu. Kein gesondertes Visum nötig. Hintergrund: §24 und §16a im Vergleich.
§16a AufenthG (Berufsausbildung)Ja, mit Aufenthaltserlaubnis nach §16aGilt für die Berufsausbildung, in der Regel mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit und Deutsch B1. Nicht verwechseln mit §16b (Studium).
Nach dem Abschluss: §18a AufenthGAufenthalt als FachkraftMit einem Arbeitsplatz als Fachkraft gibt es eine Aufenthaltserlaubnis nach §18a. Wer die Ausbildung in Deutschland abgeschlossen hat, kann nach §18c schon nach zwei Jahren eine Niederlassungserlaubnis bekommen: mit 24 Monaten Rentenbeiträgen, Deutsch B1 und weiteren Voraussetzungen.

Unterlagen für die Bewerbung beim Arbeitgeber:

  1. Lebenslauf oder Bewerbungsformular auf Deutsch
  2. Schulzeugnis in Kopie, bei einem ausländischen Zeugnis mit Übersetzung ins Deutsche
  3. Sprachzertifikat, falls vorhanden (Goethe-Institut, telc, ÖSD oder vergleichbar)
  4. Nachweis des Aufenthaltsrechts: Reisepass plus Visum oder Aufenthaltstitel

Wie man die Zeugnisse anerkennen lässt und die Unterlagen richtig vorbereitet, erklärt der Artikel Zeugnisse anerkennen lassen: anabin und ZAB Schritt für Schritt. Den vollständigen Weg in die Ausbildung beschreibt der Hauptguide Ausbildung für Ausländer 2026.

FAQ

Was verdient man in der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker 2026?

Tariflich im Kfz-Handwerk im Schnitt 1.090 Euro brutto im 1. Lehrjahr und 1.285 Euro im 4. Lehrjahr, in der Industrie 1.202 bis 1.463 Euro (BIBB, Stand 1.10.2025). Ein Betrieb ohne Tarifvertrag muss mindestens die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung zahlen: bei Beginn 2026 sind das 724 Euro im 1. Jahr.

Wie hoch ist das Gehalt nach der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt der Median für Kfz-Fachkräfte in Vollzeit bei 3.114 Euro brutto unter 25 Jahren und bei 3.755 Euro über alle Altersgruppen. Auf Spezialistenniveau, etwa mit Meister- oder Technikerabschluss, sind es 4.611 Euro.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker?

3,5 Jahre. Auf gemeinsamen Antrag von Azubi und Betrieb kann die Kammer die Ausbildung verkürzen, wenn das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit zu erwarten ist (§27c HwO, §8 BBiG).

Braucht man Berufserfahrung oder einen hohen Schulabschluss?

Nein. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben, Berufserfahrung auch nicht. Wer noch keinen Ausbildungsplatz findet, kann zuerst eine Einstiegsqualifizierung (EQ) über 4 bis 12 Monate machen; die Arbeitsagentur fördert die Vergütung mit bis zu 276 Euro im Monat.

Können Ukrainer mit §24-Status die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker machen?

Ja. Der Aufenthaltstitel nach §24 erlaubt die Erwerbstätigkeit und damit die Ausbildung, eine zusätzliche Genehmigung ist nicht nötig. Wer keinen §24-Status hat, braucht eine Aufenthaltserlaubnis nach §16a AufenthG, die für die Berufsausbildung gilt und nicht mit §16b für das Studium zu verwechseln ist.

Was passiert nach der Ausbildung mit dem Aufenthaltstitel?

Mit einem Arbeitsplatz als Fachkraft gibt es eine Aufenthaltserlaubnis nach §18a AufenthG. Wer die Ausbildung in Deutschland abgeschlossen hat, kann nach §18c schon nach zwei Jahren eine Niederlassungserlaubnis bekommen: mit 24 Monaten Rentenbeiträgen, Deutsch B1 und weiteren Voraussetzungen.

Quellen

Zuletzt geprüft: 30.09.2026. Dieser Artikel ist sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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