telc B1: Prüfung, Termine und Übungstests

- telc B1 besteht aus einem schriftlichen Teil (ca. 90 Minuten, vier Module: Lesen, Sprachbausteine, Hören, Schreiben) und einem mündlichen Teil (ca. 15 bis 20 Minuten zu zweit).
- Die Mindestschwelle liegt bei 60 von 100 Punkten im schriftlichen Teil. Jedes Modul hat einen eigenen Mindestwert: wer bei einem einzelnen Modul darunter bleibt, besteht nicht.
- Termine findet man auf telc.net oder über die lokale VHS. Anmeldung 4 bis 6 Wochen vorher, Kosten ca. 120 bis 180 Euro.
- Das Zertifikat wird für die Niederlassungserlaubnis (§9 AufenthG), die Einbürgerung und den Abschluss des Integrationskurses (DTZ) anerkannt.
Die Mindestpunktzahl im schriftlichen Teil: 60 von 100. Dieses Zertifikat wird bei der Einbürgerung, der Niederlassungserlaubnis und am Ende des Integrationskurses anerkannt, wo es sogar verpflichtend ist. Wir erklären den Aufbau, die Termine und die Materialien zur Vorbereitung.
Wie ist der telc B1 aufgebaut?
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche Teil dauert etwa 90 Minuten. Der mündliche Teil findet in einem separaten Block statt: rund 15 bis 20 Minuten zu zweit mit einer anderen Person.
Der schriftliche Teil umfasst vier Module:
- Lesen: Texte lesen, Multiple-Choice-Fragen beantworten
- Sprachbausteine: das passende Wort oder die richtige Form in einen Text einsetzen
- Hören: Audiomaterial, Dialoge, Durchsagen, Interviews
- Schreiben: einen Brief oder eine Nachricht zu einem vorgegebenen Thema verfassen
Der mündliche Teil, Sprechen, gliedert sich in drei Phasen: über sich selbst erzählen, eine Alltagssituation besprechen und gemeinsam mit dem Gesprächspartner etwas planen.
Wie viele Punkte braucht man für den telc B1?
Die Schwelle im schriftlichen Teil liegt bei 60 von 100 Punkten. Der mündliche Block wird separat bewertet und muss ebenfalls ausreichend bestanden werden.
Ein wichtiger Hinweis: 60 Punkte insgesamt reichen nicht. Jedes Modul hat einen eigenen Mindestwert. Wer bei Hören oder Schreiben darunter bleibt, besteht die Prüfung nicht, auch wenn die Gesamtpunktzahl eigentlich stimmt.
Wie schwer ist diese Prüfung wirklich?
Die meisten bestehen beim ersten Versuch, wenn sie einen Integrationskurs absolviert haben oder sich 6 bis 12 Monate selbstständig vorbereitet haben. Der schriftliche Teil hat ein stabiles Format: Die Aufgabentypen ändern sich von Termin zu Termin nicht, nur die Themen und Texte wechseln.
Am schwersten fällt erfahrungsgemäß das Schreiben. Wortschatz allein genügt nicht: Man muss einen zusammenhängenden, nachvollziehbaren Text aufbauen. Sprechen schreckt viele vorab ab, ist aber tatsächlich der vorhersehbarste Teil. Die Themen stammen aus dem Alltag und sind im Voraus bekannt.
Wo findet man Termine und wie meldet man sich an?
Einen bundeseinheitlichen Prüfungskalender gibt es nicht. Jedes lizenzierte Zentrum veröffentlicht seine Termine eigenständig. So findet man den nächsten Termin:
- Auf telc.net im Bereich Testzentren die eigene Stadt oder Postleitzahl eingeben
- Die Volkshochschule (VHS) vor Ort kontaktieren: Sie bieten die Prüfung meistens regelmäßig an
- In der Sprachschule nachfragen: Viele lizenzierte Zentren nehmen auch externe Teilnehmer
Die Anmeldung schließt in der Regel 4 bis 6 Wochen vor dem Termin. Die Kosten liegen in den meisten Zentren bei etwa 120 bis 180 Euro, je nach Region und Anbieter.
Was steht kostenlos zur Vorbereitung zur Verfügung?
Auf der offiziellen Seite telc.net im Bereich Übungsmaterialien gibt es einen vollständigen Modelltest: PDF mit Audiodateien, originalgetreues Prüfungsformat und Lösungsschlüssel. Alles kostenlos.
Die offizielle Prüfung findet ausschließlich in Präsenz mit Ausweiskontrolle statt. Für die Vorbereitung stehen genügend Materialien bereit:
- telc.net: Modelltest PDF und Audio, kostenlos
- DeutschAkademie.de: Online-Übungen zu Grammatik und Wortschatz auf B1-Niveau, kostenlos
- Goethe-Institut.de: Übungen zur Orientierung (die Formate von Goethe und telc unterscheiden sich leicht, die Sprachkompetenzen sind jedoch dieselben)
- YouTube: Kanäle mit Erklärungen zu Hören-Aufgaben auf B1-Niveau
Reicht das telc B1-Zertifikat für Einbürgerung und Niederlassungserlaubnis?
Das hängt vom Ziel ab. In den meisten Standardfällen wird B1 akzeptiert, es gibt jedoch Ausnahmen:
| Ziel | telc B1 anerkannt? | Hinweis |
|---|---|---|
| Niederlassungserlaubnis (§9 AufenthG) | Ja | Standardanforderung |
| Einbürgerung | Ja | offiziell ausreichend; B2 vereinfacht das Verfahren in einigen Bundesländern |
| Berufsanerkennung (Technik, Dienstleistung, Handel) | Meistens ja | beim zuständigen Anerkennungsberatung nachfragen |
| Berufsanerkennung (Medizin, Pädagogik) | Nein | B2 oder C1 erforderlich |
| Abschluss des Integrationskurses (DTZ) | Ja | telc B1 ist der Deutsch-Test für Zuwanderer |
Wer einen ausländischen Abschluss im medizinischen oder pädagogischen Bereich anerkennen lassen möchte, sollte die Anforderungen vorab klären: Dort wird in der Regel ein höheres Niveau verlangt. Wie die Anerkennung von Zeugnissen insgesamt funktioniert, erklärt der Artikel Zeugnisse anerkennen lassen: anabin und ZAB Schritt für Schritt.
FAQ
Wie ist die telc B1-Prüfung aufgebaut?
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil (ca. 90 Minuten) und einem mündlichen Teil (ca. 15 bis 20 Minuten zu zweit). Der schriftliche Teil umfasst vier Module: Lesen, Sprachbausteine, Hören und Schreiben. Der mündliche Teil gliedert sich in drei Phasen: über sich selbst erzählen, eine Alltagssituation besprechen und gemeinsam etwas planen.
Wie viele Punkte braucht man für den telc B1?
Die Mindestschwelle im schriftlichen Teil liegt bei 60 von 100 Punkten. Jedes Modul hat einen eigenen Mindestwert. Wer bei einem einzelnen Modul darunter bleibt, besteht nicht, auch wenn die Gesamtpunktzahl ausreicht. Der mündliche Block wird separat bewertet und muss ebenfalls bestanden werden.
Wie findet man telc B1-Prüfungstermine?
Einen bundeseinheitlichen Prüfungskalender gibt es nicht. Termine findet man über die Testzentren-Suche auf telc.net, über die lokale Volkshochschule (VHS) oder bei lizenzierten Sprachschulen. Die Anmeldung schließt in der Regel 4 bis 6 Wochen vor dem Termin.
Was kostet die telc B1-Prüfung?
Die Kosten liegen in den meisten Zentren bei etwa 120 bis 180 Euro, je nach Region und Anbieter.
Welche kostenlosen Materialien gibt es für die Vorbereitung?
Auf telc.net im Bereich Übungsmaterialien gibt es einen vollständigen Modelltest als PDF mit Audiodateien, originalgetreuem Prüfungsformat und Lösungsschlüssel, alles kostenlos. Kostenlos verfügbar sind außerdem Übungen auf DeutschAkademie.de (Grammatik und Wortschatz B1) sowie Materialien auf Goethe-Institut.de zur Orientierung.
Reicht telc B1 für die Einbürgerung?
Ja. Das telc B1-Zertifikat ist offiziell ausreichend für die Einbürgerung. B2 vereinfacht das Verfahren in einigen Bundesländern. Für die Niederlassungserlaubnis nach §9 AufenthG ist B1 die Standardanforderung. Für Berufsanerkennungen im medizinischen oder pädagogischen Bereich wird in der Regel B2 oder C1 verlangt.
Quellen
- telc.net: Testzentren-Suche · telc.net: Übungsmaterialien und Modelltest
- §9 AufenthG (Niederlassungserlaubnis)
- BAMF: Integrationskurs und Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ)
Zuletzt geprüft: 26.09.2026. Dieser Artikel ist sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine Rechtsberatung im Einzelfall.