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DTZ-Prüfung (Deutsch-Test für Zuwanderer): Ablauf, Punkte und Vorbereitung

Aufgeschlagenes Deutschbuch mit Stift auf einem Schreibtisch: Vorbereitung auf die DTZ-Prüfung
Foto: Unsplash
45 von 100
Mindestpunktzahl für B1 (BAMF-Vorgabe)
4 Teile
Hören, Lesen, Schreiben, Sprechen: je 25 Punkte
120-180 €
Prüfungsgebühr je nach Stadt und Anbieter
§9 AufenthG
DTZ B1 erforderlich für die Niederlassungserlaubnis
Das Wichtigste in Kürze
  • DTZ B1 wird für die Niederlassungserlaubnis (§9 AufenthG) und die Einbürgerung benötigt. Mindestpunktzahl: 45 von 100.
  • Die Prüfung hat vier Teile: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen, je 25 Punkte. Alle Teile finden meistens an einem Tag statt.
  • Kostenlose Vorbereitung: Musterprüfungen auf telc.net, Deutsche Welle (dw.com), der Videokurs "Nicos Weg" und YouTube-Kanäle wie Easy German.
  • Zur Prüfung: gültiger Reisepass oder Personalausweis, Anmeldebestätigung und Stift mitbringen. Handy ausschalten oder abgeben.

DTZ B1 wird für die Niederlassungserlaubnis und die Einbürgerung benötigt. Die Mindestpunktzahl liegt bei 45 von 100. Das Prüfungsformat entwickelt telc im Auftrag des BAMF, abgenommen wird es bei der Ausländerbehörde in ganz Deutschland.

Wie der DTZ-Test aufgebaut ist: vier Teile

Vier Teile, drei davon schriftlich: Hören, Lesen und Schreiben, alle an einem Tag nacheinander. Sprechen, der mündliche Teil, findet meistens am selben Tag statt, manchmal auch am nächsten. Das hängt vom jeweiligen Prüfungszentrum ab.

TeilZeitMax. PunkteWas geprüft wird
Hörenca. 30 Min.25Dialoge, Ansagen, Monologe
Lesenca. 25 Min.25Alltagstexte
Schreibenca. 30 Min.25Einen Brief oder eine Nachricht schreiben
Sprechenca. 15 Min.25Dialog mit einem Partner zu einer Situation

Insgesamt 100 Punkte, jeder Teil zählt 25. Bei Hören und Lesen wählt man eine Antwort oder füllt Lücken aus. Beim Schreiben verfasst man einen kurzen Text zu einer vorgegebenen Situation. Sprechen: Man bekommt eine Karte mit einem Thema und bespricht es mit einem anderen Teilnehmer.

Wie viele Punkte man für den DTZ auf B1 braucht

45 Punkte: B1. Wer 17 bis 44 erreicht, bekommt im Zertifikat A2 ausgewiesen. Unter 17 Punkten gilt der Test als nicht bestanden.

Prüfungsgebühr und Wiederholung Man kann beliebig oft wiederholen, zahlt aber jedes Mal neu. Die Kosten liegen in der Regel bei 120 bis 180 Euro und variieren je nach Stadt und Anbieter. Beim Anmelden nachfragen: Bei manchen VHS ist der Preis bereits im Integrationskurs enthalten.

Die Prüfung deckt den Bereich A2 bis B1 ab. Wer sprachlich noch nicht ganz sicher ist, bekommt mit einem A2-Zertifikat wenigstens den tatsächlichen Stand bescheinigt. Für Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung ist B1 erforderlich: selbstständige Sprachverwendung in Alltagssituationen.

Wo man sich kostenlos vorbereiten kann

Einstieg am besten mit den offiziellen Musterprüfungen auf telc.net: Die Aufgaben entsprechen dem echten Test und sind kostenlos zum Download. Wer direktes Feedback braucht, kann zusätzlich die VHS einbeziehen. Möglichkeiten:

  1. telc.net: DTZ-Musterprüfungen mit Lösungsschlüsseln, kostenlos. Ein guter Ausgangspunkt für die Selbstvorbereitung.
  2. Volkshochschule (VHS): Vorbereitungskurse, oft über einen Bildungsgutschein gefördert. Wer gerade einen Integrationskurs absolviert, fragt am besten beim Kursleiter nach: Die Prüfungsvorbereitung kann bereits im Programm enthalten sein.
  3. Deutsche Welle (dw.com): Bereich "Deutsch lernen", Niveaus A2 und B1, Übungen zu allen vier Fertigkeiten.
  4. "Nicos Weg" von ARD und ZDF: Videokurs bis B1, gut geeignet für selbstständiges Lernen.
  5. YouTube: Easy German, DeutschAkademie, Deutsch mit Rosen. Echte Dialoge, vor allem zur Übung des Sprechens.
Sprechen: der Teil, der am meisten Sorgen macht Es ist unklar, wie man anfängt und wann man das Wort an den Partner übergibt. Musterprüfungen laut durcharbeiten hilft. Einen Übungspartner findet man über ein lokales Sprachcafé oder eine Telegram-Gruppe, das bringt mehr als das Üben allein.

Wann anmelden: Gasttermine und reguläre Termine 2026

Reguläre Termine legt der Anbieter fest: VHS oder Sprachschule. Die Anmeldung öffnet in der Regel vier bis sechs Wochen vorher, die Plätze sind begrenzt.

Gasttermine von telc sind offene Sitzungen, bei denen man ohne Kursbindung teilnehmen kann. Im Jahr 2026 werden sie mehrmals jährlich in größeren Städten angeboten. Das aktuelle Terminangebot findet sich auf telc.net unter Prüfungstermine, gefiltert nach Stadt.

Wer gerade einen Integrationskurs abschließt: Nicht bis zur letzten Woche warten. Am besten frühzeitig beim Kursleiter nachfragen. Er organisiert die Anmeldung und erklärt, ob eine Zuzahlung nötig ist. Das Zertifikat stellt derselbe Anbieter aus, bei dem man geprüft wurde, in der Regel innerhalb weniger Wochen.

Was man zur Prüfung mitbringen muss

Ohne diese Unterlagen wird man nicht zugelassen oder das Ergebnis wird annulliert:

  • Gültiger Reisepass oder Personalausweis mit Lichtbild.
  • Anmeldebestätigung: Sie kommt per E-Mail bei der Registrierung.
  • Kugelschreiber oder Bleistift. Manche Zentren stellen Schreibmaterial bereit, besser vorher nachfragen.

Das Handy wird ausgeschaltet oder vor Beginn abgegeben. Wasser ist in der Regel erlaubt, Essen nicht.

Wo der DTZ B1 tatsächlich verlangt wird

Das Zertifikat ist erforderlich für die Niederlassungserlaubnis (§9 AufenthG) und die Einbürgerung. Es bestätigt außerdem den Abschluss des Integrationskurses: Ohne diesen Nachweis kann die Ausländerbehörde die Kursabsolvierung unter Umständen nicht vermerken.

Wer ein anderes B1-Zertifikat hat, etwa das Goethe-Zertifikat B1 oder das ÖSD, fragt am besten direkt bei seiner Ausländerbehörde nach. Die meisten Behörden akzeptieren mehrere Varianten, die genauen Bedingungen hängen jedoch vom Bundesland und der Art des Aufenthaltstitels ab. Den weiteren Weg nach der Ausbildung, inklusive §9 und der Niederlassungserlaubnis, beschreibt der Artikel Aufenthaltserlaubnis nach der Ausbildung: §18a, §9 und der Weg zur Niederlassungserlaubnis.

FAQ

Was ist der DTZ und wofür braucht man ihn?

Der DTZ (Deutsch-Test für Zuwanderer) ist eine Sprachprüfung auf B1-Niveau, die telc im Auftrag des BAMF entwickelt. Das Zertifikat wird für die Niederlassungserlaubnis nach §9 AufenthG und für die Einbürgerung benötigt. Es bestätigt außerdem den Abschluss des Integrationskurses.

Wie viele Punkte brauche ich für B1 beim DTZ?

Mindestens 45 von 100 Punkten. Wer 17 bis 44 Punkte erreicht, bekommt A2 ausgewiesen. Unter 17 Punkten gilt die Prüfung als nicht bestanden. Der Test besteht aus vier Teilen mit je 25 Punkten: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen.

Was kostet die DTZ-Prüfung und kann man sie wiederholen?

Die Prüfungsgebühr liegt in der Regel bei 120 bis 180 Euro, je nach Stadt und Anbieter. Man kann die Prüfung beliebig oft wiederholen, zahlt aber jedes Mal neu. Bei manchen VHS ist der Preis bereits im Integrationskurs enthalten.

Wo kann ich mich kostenlos auf den DTZ vorbereiten?

Auf telc.net gibt es offizielle Musterprüfungen mit Lösungsschlüsseln, kostenlos. Die Deutsche Welle (dw.com) bietet Übungen für A2 und B1. Der ARD/ZDF-Videokurs "Nicos Weg" geht bis B1. Wer Feedback braucht, findet VHS-Kurse, oft über einen Bildungsgutschein gefördert.

Was muss ich zur DTZ-Prüfung mitbringen?

Einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mit Lichtbild, die Anmeldebestätigung (kommt per E-Mail) und einen Kugelschreiber oder Bleistift. Das Handy wird ausgeschaltet oder abgegeben. Wasser ist in der Regel erlaubt, Essen nicht.

Werden auch andere B1-Zertifikate wie das Goethe-Zertifikat B1 akzeptiert?

Wer ein anderes B1-Zertifikat hat, etwa das Goethe-Zertifikat B1 oder das ÖSD, fragt am besten direkt bei seiner Ausländerbehörde nach. Die meisten Behörden akzeptieren mehrere Varianten, die genauen Bedingungen hängen jedoch vom Bundesland und der Art des Aufenthaltstitels ab.

Quellen

Zuletzt geprüft: 26.09.2026. Dieser Artikel ist sorgfältig recherchiert, ersetzt aber keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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